UTA 2019 & Roadtrip Down under

Australiens Landschaft hat eine Menge zu bieten, wer davon viel sehen möchte leiht sich entweder einen Campervan aus oder nimmt an einem der längsten und härtesten Trailruns der Welt teil. Beim Ultra-Trail Australia im Nationalpark der Blue Mountains zwei Autostunden westlich von Sydney fanden sich vom 16. – 19. Mai knapp 10.000 Teilnehmer ein, um das abwechslungsreiche Areal des Nationalparks zu durchlaufen. Dabei konnten die Teilnehmer Strecken von 11 bis 100km auswählen. Für die 100km Königsetappe meldeten sich über 1500 Starter aus allen Teilen des Globus. Während der Gewinner Marcin Swierc aus Polen die 4400hm in etwas mehr als neuneinhalb Stunden bewältigte ging der Lauf für die meisten bis tief in die Nacht und für die letzten sogar bis zum Mittag des folgenden Tages.

Ein Marathon nicht nur für die zahlreichen Athleten, sondern auch für die Fotografen, welche die Läufer durch die Nacht und den nächsten Tag hinweg begleiteten. Ganz besonders bleiben dabei natürlich die Momente in Erinnerung bei denen man Nachts alleine mit den Teilnehmern ist und diese nicht nur fotografiert sondern sie anfeuert und motiviert, diesen schwierigen Lauf durchzustehen der für viele die Erfüllung eines einmaligen Lebenstraums ist. Erschöpft aber glücklich und mit dem guten Gewissen wie die Teilnehmer alles gegeben zu haben ging es nach dem Rennen in den wohlverdienten Downunder Urlaub.

Das gesamte Sportograf Team befindet sich im Endspurt. So auch der letzte Teilnehmer des Ultra Trail Australia- Rennens. Nach über 26 Stunden Rennzeit überschreitet er nach überstandenen 100km Distanz die Ziellinie. Ihm ist gleichzeitig Erschöpfung und Erleichterung am Gesicht abzulesen und auch wir freuen uns über eine kurze Ruhepause. Trotz jeglicher Müdigkeit fahren wir anschließend direkt zurück nach Sydney. Am Hotel angekommen raffen wir uns noch einmal auf um die beeindruckende Millionenstadt im Osten Australiens bei Nacht zu erkunden.

Nach einigen zu Fuß zurückgelegten Kilometern folgt eine weitere sehr kurze Nacht mit wenig Schlaf. Mit schmerzenden Füßen gehen wir bei Sonnenaufgang des nächsten Morgens an Bord unseres Fliegers, der uns nach Melbourne bringen soll. Hier angekommen fahren wir entlang der nach Südwesten verlaufenden Küste und stoppen für gutes Essen, super Kaffee und an einladenden Spots wie Bells Beach, wo ein beachtliches Surfer- Lineup im Wasser auf das nächste Wellen- Set wartet.

Wir fahren jetzt landeinwärts Richtung Norden um Victorias beeindruckende Regenwälder zu sehen. Nach einer Nacht bei Beech Forest geht’s zum Otway Forest Park. Hier stehen unter anderem gigantische Eukalyptus Bäume die problemlos eine Höhe von 100 m erreichen können. Zusammen mit riesigen Farnen in Bodennähe und Wasserfällen in unmittelbarer Gegend beeindruckt der Otway Forest Park und zeigt sich zu unserer großen Freude sehr fotogen.

Es geht jetzt wieder Richtung Süden und dann entlang der weltberühmten Great Ocean Road mit ihrer malerischen Küstenlinie die über insgesamt 243 Kilometer atemberaubende Ausblicke und so manche Delfinsichtung zulässt. Abgesehen davon hält sich die australische Artenvielfalt leider über unseren Aufenthalt Großteiles im Verborgenen.

Dann, am Letzen Abend werden wir schließlich mit einem spektakulären Sonnenuntergang, sowie einem fantastischen Mondaufgang belohnt. Nach diesen erinnerungswürdigen Momenten begeben wir uns schon wieder auf die Heimreise, zunächst entlang der Küstenstraße, dann entlang einer engen, von gigantischen bäumen flankierten und Lianen überhangenen Jungle- Passstraße, die uns nachts beim Befahren noch einmal volle Aufmerksamkeit abverlangt. In Melbourne zurück schlagen wir uns noch einmal die Bäuche voll und genießen das letzte Sonnenlicht, das an Melbournes Skyline reflektiert wird. An dieser Stelle endet eine viel zu kurze Reise voller unvergesslicher Eindrücke von denen wir sicher noch einige Zeit bereichert werden.

text by Lukas Koch

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