Eine radsportverrückte Nation!

Belgien. Das klingt nach einem Ort, an dem sie wissen, wie man knusprige Pommes macht und gutes Bier braut. Aber kann man in Belgien auch gut Mountainbiken und gibt es überhaupt richtige Berge? Klar, es gibt die Ardennen, aber kommen da genügend Höhenmeter für einen Marathon zusammen?

Das waren die Fragen, die ich mir im Vorfeld des Roc d’Ardennes und im Hinblick auf das zwei Wochen später stattfindende BeMC Etappenrennen (Belgian Mountainbike Challenge) stellte.

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Die Antwort sollte ich bereits beim Start des Roc d’Ardennes bekommen. Eine Asphaltrampe unmittelbar nach der Startlinie mit einer Steigung von mehr als 20% über 800m selektierte das internationale Fahrerfeld von der ersten Minute an. Und auch im weiteren Verlauf summierten sich die kleinen fiesen Anstiege, wobei unzählige Trails, teils flowig verspielt, teils matschig und rutschig, meistens allerdings richtig schnell, die Qualen sehr schnell vergessen ließen. Nicht viel anders verhielt es sich beim BeMC. Nicht umsonst schmückt sich das dreitägige Event mit dem Slogan „The hardest Mountainbike Tour of Benelux“.

Kurzum: was bergauf geschuftet wurde, wurde bergab belohnt! Oder mit anderen Worten: Berg hoch zahlte sich das zusätzliches Ritzel der Eagle aus, Berg runter zauberte der zusätzliche Federweg meines Fullys ein Grinsen ins Gesicht.

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Doch nicht nur Bike und Strecke machten Laune. Auch die Stimmung vor, nach und während des Rennens. Der Stellenwert des Radsports in Belgien ist wohl einzigartig. Was in Deutschland und andernorts (leider fast immer nur) der Fußball ist, ist dort der Radsport. Mit Pommes Frites, belgischen Waffeln und Bier feiert man am Streckenrand das Spektakel. Radsportler wie Tom Boonen oder Eddy Merckx werden als Nationalhelden gefeiert und gehen als Legenden in die Geschichtsbücher ein. Dorfbewohner zelebrieren die Hatz von Hunderten von Radfahrern die Vollgas durch ihr Örtchen jagen. Kurzum Rennen werden hier aus Leidenschaft veranstaltet und das spürt man!

Somit bleibt nach vier harten, aber durchaus lohnenswerten Renntagen in Belgien folgendes Fazit:

Es muss nicht immer der Weg Richtung Süden sein. Die Atmosphäre, die Menschen, die Strecke und das Erlebnis belgischer Radsportveranstaltungen sind einzigartig und in jedem Fall eine Reise wert. Und im Ziel – wie soll es anders sein – werden sämtliche Strapazen mit belgischem Bier und belgischen Waffeln belohnt. Insofern: gerne wieder!

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Danke an meine Sponsoren und alle, die mich unterstützen! Allen voran: Trek für das perfekte Rad für diese Art von Rennen!!! Und natürlich Sportograf für die – wie immer – hammer Impressionen!

#trekbikes #topfuel #bontrager #assos #enjoYtheride

#RocdArdennes #BeMC

#sportograf

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