GFNY Bali – Premiere auf der Insel der Götter

Der Winter in Deutschland 2019 war wieder nicht so der Kracher, kein Schnee, kein Schlittschuhlaufen, dafür grauer Himmel. Der Saisonauftakt sollte aber besonders schön werden. Und wenn schon kein Skifahren, dann Radfahren in der Sonne. Aber wo findet man so tolle Bedingungen, Sonne satt, Temperaturen, die kurze Hosen ermöglichen? Genau, im Süden, für uns in diesem Fall auf Bali.

Nachdem wir schon einige Rennen der weltweiten GFNY-Serie fotografieren durften, stieg massiv der Wunsch in uns auf, selbst als Teilnehmer dabei zu sein. Und so sollte der GFNY Bali den Saisonauftakt vor Ronde van Vlaanderen Cyclo, Amstel Gold Race und weiteren tollen Events bilden.

Balis wunderschöne Landschaft

Die Anmeldung war rasch erledigt, die Kommunikation mit den Veranstaltern vor Ort schnell und unkompliziert. Wir hatten uns für ein VIP Paket inkl. Hotel und Flughafentransfer entschieden, was sich sehr gelohnt hat. Das Hotel war super und alles hat reibungslos funktioniert.

Nach unserem Aufenthalt auf Bali wollten wir noch ein paar Tage in Thailand dranhängen. Lange haben wir uns mit der Frage beschäftigt, wie das mit den Rädern wohl zu bewerkstelligen wäre. Aber auch hier hat der Veranstalter an die Teilnehmer aus entfernten Ländern gedacht und die Möglichkeit angeboten, Fahrräder zu organisieren. Und was für Räder! Jegliche Bedenken hinsichtlich des Materials waren völlig unbegründet, es kam Top-Material, wie wir es von Zuhause kennen, auf die Straße. Auf der Expo war dann auch allerhand feinstes Carbon weltweiter Top-Marken zu bestaunen. Wolfgang bekam ein Fahrrad der indonesischen Marke Polygon, mit dem er top zufrieden war, ich hatte ein Focus. Beide Räder haben optimal gepasst und wir hätten nicht einmal unsere Pedale mitnehmen müssen, weil schon SPD SL montiert waren.

Da wir die Räder schon ein paar Tage vor dem Event hatten, nutzten wir die Gelegenheit für Ausfahrten, die bergige Region Richtung Landesinneres hatte es in sich und wir haben sehr viel geschoben, das hat man den Pedalplatten gut angesehen… Es war wunderschön, außer uns keine Touristen unterwegs, die Dörfer lagen malerisch in der Natur und die Menschen waren sehr nett.

Einzig der Müll, der überall am Rand liegt und den man beim Radfahren viel intensiver als vom Auto aus wahrnimmt ist schade, man hat das Gefühl, dass der Boden zu einem Gutteil aus Plastikschnipseln sämtlicher Farben und Materialmischungen besteht. Die Orte sind jedoch sehr sauber.

Am Vortag des Events sind wir mit den Rädern rüber zum Expo Hotel gefahren, in dessen Nähe dann am nächsten Tag auch Start und Ziel war. Auf der Expo konnte man sich zudem mit Energieriegeln und Brausetabletten und Bekleidung eindecken. Alles auf einem super Niveau.

Am Nachmittag haben wir die Räder fertig gemacht, alle Sachen für den nächsten Tag bereit gelegt und versucht möglichst früh ins Bett zu gehen.

Sonntag früh dann zeitig aufstehen, das Frühstück haben wir leider nicht gefunden, weil es nicht am gleichen Platz wie sonst war… aber wir haben unterwegs ein paar kleine Brötchen verzehrt. Dann ging die Sonne über dem Startcorral auf… Wunderbar, es versprach tolles Wetter zu werden, kein Regentropfen sollte den gesamten Tag über fallen und das stimmte.

Motiviert von Musik und dem Sprecher ging es los. Wir hatten uns vorher darauf verständigt, den Medio Fondo zu fahren, die Temperaturen und die Luftfeuchtigkeit verlangen einem nicht akklimatisierten Mitteleuropäer Anfang Februar alles ab. Nach einem etwas hakeligen Einrollern auf der Ebene, wo wir ziemlich stehen gelassen wurden, lief es mit jedem Kilometer besser. Und dann kamen die Berge. Die sind sonst nicht so wirklich meine Domäne, aber an diesem Tag lief es für uns  einfach. Wolfgang und ich flogen geradezu die Straßen hinauf und machten Platz um Platz gut. An den Kreuzungen waren Helfer postiert, die den Querverkehr geregelt haben und das gesamte Rennen wurde von sehr viel Polizei begleitet. Wir waren beeindruckt von diesem Aufgebot an Freiwilligen und offiziellen Kräften.

Die Verpflegungsstationen boten unterschiedliche Getränke, Obst, Riegel und kleine Kuchen.

Wir fuhren wie im Rausch. Nur so ist es auch zu erklären, dass wir am Abzweig des Medio Fondo vorbeigerauscht sind und dann auf der Gran Fondo Strecke landeten. Egal, lief ja wie geschnitten Brot.

Dann kam eine ganz fiese, ganz laaange Steigung, bei Strava heißt das Segment vielsagend Slow Death, das hätten wir mal vorher sehen sollen… Ich kam in einem kleineren Ort an, wo auch eine Zwischenmesszeit genommen wurde und sah mich um. Keine Spur von Wolfgang. Auch nach einigen Minuten nicht, so dass ich mir dachte, da müsse was passiert sein. Aber dann kam er, schiebend. Das ist ein Hinweis darauf, dass etwas nicht stimmt. Leider konnte er das Rennen dann nicht weiterfahren, die Hitze hatte ihren Tribut gefordert, aber ein Krankenwagen nahm ihn mit und das Fahrrad wurde auf einem extra Transporter ins Ziel gebracht

Ich bin dann das Rennen zu Ende gefahren, aber so allein ist es nicht dasselbe. Der Blick für die Schönheiten der Natur ist nicht mehr da und ich war froh, als ich im Ziel ankam. Mein Rad konnte ich im Ziel bei der Organisation wieder abgeben und im Shuttletaxi fuhren wir dann in unser Hotel.

Abends saßen wir gemütlich beim Abendessen und genossen bei einem Kaffee die krachende Brandung am Strand.

Das Rennen ist wunderschön, die Organisation hat toll geklappt und wir haben es wirklich genossen.Unser Fazit ist, dass wir auf jeden Fall wiederkommen möchten.  Dann fahren wir zusammen durchs Ziel!

Mehr zu Gfny auf https://gfny.com/gfnyworld/

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