Bodensee Megathlon

Der Bodensee Megathlon (1,5km Schwimmen / 44,5km Rennrad / 22,7km Inline / 36,4km MTB / 10km Lauf) – 5 Sportler von followmestore.de stellten sich der Herausforderung in Radolfzell und gingen als Herrenteam beim 5-Disziplinen-Wettkampf an den Start.

Die Starter:

  • Schwimmen: Christopher Scherb
  • Rennrad: Thorsten Eichin
  • Inline-Skating: Peter Steinke
  • MTB: Ronnie Weissenfeld
  • Laufen: Simon Denzer

Um Punkt 8 Uhr erfolgte der Startschuss zum Bodensee Megathlon 2016. Zuvor galt es, das Rennrad und das MTB in die Wechselzone zu bringen und sich für die Schwimmeinheit in den Bodensee zu stürzen. Da wir als Team gemeldet waren, eine durchaus lösbare Aufgabe. Spannend waren jedoch die Athleten zu bewundern, die als Einzelkämpfer an den Start gingen und in artistischer Manier auf dem Rennrad sitzend, ein MTB nebenher schiebend, Inliner um den Hals hängend und einen Rucksack mit Schwimmanzug und Laufschuhen auf dem Rücken tragend in Richtung Start steuerten. Allein für diese Leistung gibt’s von uns schon den größten Respekt.

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Unser Triathlet Chris meisterte die 1,5km Schwimmstrecke im Bodensee (welche Laut gps-Uhr eher etwas länger war) in einer respektablen Zeit von 27min54s. Auch wenn er selbst gerne schneller geschwommen wäre, so waren wir uns einig, dass keiner von uns im Team auch nur ansatzweise an diese Zeit herangekommen wäre. An Position 68 liegend übergab er den Transponder zur Zeitmessung an Thorsten. Um ein Gefühl für die hochkarätige Besetzung der Veranstaltung zu bekommen: die schnellste Schwimmzeit lag bei 19min10s – geschwommen von Christian Hein, der einige internationale Schwimmerfolge vorzuweisen hat.

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Thorsten machte auf dem Rennrad richtig Tempo. Während einige Athleten auf ihren Zeitfahrmaschinen über den Parcours ballerten, befeuerte Thorsten sein Cannondale-Rennrad mit montiertem Zeitfahraufsatz. In 1h09min30,5s erreichte er die Wechselzone. 44,5km und knapp 600 Höhenmeter hatte er dabei hinter sich gebracht, was einem Schnitt von 38,4km/h entspricht. Nur 13 Athleten waren schneller – und mit Klaus Steinkeller als schnellstem Radfahrer in 1h02min30,3s war es auch hier kein unbeschriebenes Blatt…

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Peter war für uns alle die kleine Wundertüte im Team. Auch wenn wir schon von seinen Inliner-Künsten gehört hatten, so wussten wir diese überhaupt nicht einzuordnen. Spätestens mit seinem Blitzstart aus der Wechselzone heraus wussten wir, dass wir da eine richtige Speedskating-Maschine unter uns hatten. Während ein Großteil der Inliner-Athleten ein gemäßigtes Starttempo anging, explodierte „Altmeister“ Peter förmlich. Mega beeindruckend! Und so lief er letztlich mit 40min56s auf nicht nur flachen 22,7km die 13.beste Inliner-Zeit – und düpierte dabei so manch jungen Hasen. Marcel Eschbach (als Teil des Siegerteams) war im Inline-Speedskating an diesem Tag nicht zu schlagen – er brannte in 34min02s die Bestmarke in den Asphalt.

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Für Ronnie war die MTB-Strecke ein kleines Überraschungsei. 36km und 600 Höhenmeter können brutales Geballer auf Forstwegen aber auch schönes Singletrailsurfen bedeuten. Vor Ort war zu erfahren, dass es keinen einzigen Singletrail-Zentimeter zu bewältigen gilt und man sich eher auf Ballern einzustellen hat. Da war das Cannondale F29-Hardtail sicher die richtige Materialwahl – nur die Reifenkombi aus Nobby Nic und Racing Ralph von den Finale Ligure-Trails sicher nicht. Egal, Vollgas geht natürlich trotzdem! Dank der zuvor schnellen Zeiten der Teamkollegen war an Windschattenfahren nicht zu denken – schließlich gingen teilweise noch Inliner-Athleten auf die Strecke. So war es dann ein Alleinritt über Asphalt und feuchte Forstwege, welcher nach 1h22min27s sein Ende in der Wechselzone fand. Mit der Transponder-Übergabe an Simon war das Finale eingeläutet. Auch hier die Randnotiz: den schnellsten Mountainbiker des Tages muss man in der Gesamtwertung recht weit hinten suchen – genau gesagt rangiert er auf Gesamtplatz 142: MTB-Marathonspezialist Lukas Buchli hatte sich in einem Mixed-Team unter die Teilnehmer gemischt und fräste in 1h10min58s über die MTB-Strecke – eine eindeutige Sache…

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Simon hatte sich zum Ziel gesetzt, die 40min-Marke auf 10km zu knacken. Da es jedoch mit dem von ihm erhofften schlechten Laufwetter nichts wurde und stattdessen die Sonne lachte, sollte es ein harter Kampf gegen die Temperaturen werden. Erschwerend und kräftezehrend solle auch der Lauf durch die grasbewachsene Wechselzone werden, welchen er zum Übergang auf die 2. Laufrunde zu bewältigen hatte. Auch wenn Simon die gesetzte Zielmarke mit 40min04,5s knapp verfehlte, so waren wir doch alle sehr happy über unseren 13. Gesamtrang nach 4h21min02,4s und den allesamt gezeigten Leistungen. Die Spitzenzeit auf der 10km-Laufstrecke setzte ein in Lesotho aufgewachsener Athlet mit 32min52s – auch hier ein Ausrufezeichen und Respekt von uns an dieser Stelle.

Unser Fazit zum Bodensee Megathlon: super organisiertes Event! Eine tolle Sache, neben den bekannten Triathlon-Disziplinen noch zwei weitere Sportarten ins Programm zu packen, was letztlich für uns den entscheidenden Anstoß zur Anmeldung gab. Gerne einmal wieder – und gerne auch in dieser Konstellation! Und dank Sportograf gibt’s noch tolle Eventfotos für die Galerie.

Ronnie

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