Sportograf @ Spartan Race Kitzbuhel

Spartan Race Kitzbühel – aus den Augen unserer Sportograf-Krieger

Im April diesen Jahres durfte ich zum ersten Mal ein Spartan Race für Sportograf fotografieren. Die Stimmung in München war der Wahnsinn und es dauerte nicht lange, bis ich im totalen Spartan Fieber war. Meine Freundin Vanessa durfte ein paar Wochen später den Hindernislauf in der Nähe von Rom fotografieren und kam genauso begeistert vom Rennen zurück. Uns beiden war sofort klar – Wir möchten auch an einem Spartan Race teilnehmen! Nach kurzer Recherche fanden wir einen Lauf, der noch in diesem Jahr in Kitzbühel stattfinden würde. Da viele unserer Freunde für sportliche Aktivitäten leicht zu begeistern sind, fiel es uns nicht schwer bald drei weitere Spartaner zu finden, um ein Team für das Rennen aufstellen zu können. Als Rennstrecke wurde sich auf die mittlere Distanz (12+ km) und auf den Teamnamen „Alpjeños“ geeinigt. Der Name setzt sich aus den Wörtern Alpen und Jalapeños zusammen. Für uns bedeutet er Energie, Feuer und Würze und spiegelt unsere nicht zu bremsende Motivation wider. Außerdem verbinden die Alpen alle Teammitglieder, kommend aus München und Innsbruck.

Circa sechs Wochen vor Beginn des Laufes begannen wir mit dem Training. Wir trafen uns zwei Mal die Woche an dem Sportplatz der Universität München, da dieser neben einer Tartanbahn, auch ein freies Trainingsgelände mit verschiedenen „Hindernissen“ bietet. Somit konnten wir uns für viele der zu bewältigenden Aufgaben vorbereiten. Die letzten beiden Wochen vor dem Lauf wurde uns dann doch etwas mulmig und wir wurden unsicher, ob wir nicht doch noch mehr hätten trainieren sollen…

Nun war es soweit. Das Wochenende stand vor der Tür. Den ganzen Samstag lang durften wir die Spartaner der Strecken Beast (20+ km) und Sprint (5+ km) fotografieren und uns von den begeisterten Teilnehmern und einer überwältigenden Kulisse motivieren lassen. Am Sonntag durften wir dann selbst für die Distanz Super antreten. Nach einer erholsamen Nacht in Kitzbühel und einem reichhaltigen Frühstück ging es wieder los nach Oberndorf, zum Areal des Spartan Races. Vor Ort trafen wir unsere Teammitglieder Pascal, Lukas und Marlon. Leider gab es eine schlechte Nachricht: Einer der drei Jungs hatte sich eine Entzündung im Knie zugezogen und konnte nicht teilnehmen.

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Wir ließen uns trotzdem nicht entmutigen und starteten zu viert. Bereits der Start barg die erste Überraschung. Er war nicht wie am Vortag im Areal, sondern lag in 2 km Entfernung. Also lief die komplette Startgruppe mit ca. 150 Teilnehmern los zum neuen Startbereich. Ein gutes Warm-Up dachten wir uns – waren aber auch froh, als es endlich los ging, da unsere Kondition noch immer zu Wünschen übrig lies. Für jedes Hindernis, welches nicht bewältigt werden konnte, waren 30 Burpees zu leisten. Zum Glück hatten wir starke Männer dabei, die uns schnell über die erste Barriere, eine ca. 2 Meter hohe Wand, hinüber halfen. Es folgte ein schmaler Bach, durch den die ganze Truppe durch marschierte. Glücklicherweise hatten wir perfektes Wetter für den Lauf. Sonne, leicht bewölkt, 23 Grad Lufttemperatur. Das kalte Wasser stellte also kein Problem für uns dar. Nach mehreren kleinen, von der Natur gestellten Hindernissen, ging es bergauf. Für uns stellte sich die Natur als größtes Hindernis heraus. Schon nach kurzer Zeit ging uns die Puste aus und wir mussten gehend den Berg bewältigen. Nachdem wir mit so wenig Last wie möglich unterwegs sein wollten, hatten wir auch kein Wasser dabei und bereits jetzt brannte uns die Kehle. Als nächstes stand eine Schlammgrube mit darüber gespanntem Stacheldraht bevor. Natürlich ebenfalls bergauf. Dieses gut gemeistert, konnten wir es kaum erwarten zu einer Versorgungsstation zu gelangen. Die Männer waren vergleichsmäßig fit und ließen sich die Steigung des Berges kaum anmerken. Andere Teilnehmer motivierten uns und teilten uns mit, dass bald Helfer mit Wasser auf uns warten würden. Und tatsächlich… Nachdem der Berg eine leicht horizontale Ebene bot, fanden wir viele Volunteers die uns mit Getränken und Riegeln versorgten. Hier tankten wir unsere Kräfte ein paar Minuten auf, bevor es zu den nächsten Hindernissen ging. Schwere Stahlketten und Sandsäcke mussten den Berg hinauf geschleppt werden. Von dort an ging es für weiteres bergab, so dass wir unser Tempo beschleunigen und sogar ein paar Teilnehmer überholen konnten.

Die meisten Hindernisse machten uns sehr Spaß und wir versuchten alle Herausforderungen als Team zu lösen. Insbesondere bei den Balance-Aufgaben konnten wir von unserer gegenseitigen Hilfe profitieren. Immer wieder liefen wir an Teilnehmern vorbei, die wir bereits gesehen haben und scherzten mit ihnen herum. Eine Gruppe von Läuferinnen wurde zu unserem direkten Konkurrenten. Die Sportlerinnen in den pinken T-Shirts waren uns stets auf den Fersen – leider oftmals auch wir ihnen. Pascal und Lukas konnten dies mit ihrem Stolz nicht vereinbaren und liefen deshalb immer knapp vor ihnen. Es folgte das Hindernis welches uns am meisten zu schaffen machte. Ein Speer sollte so geworfen werden, dass er senkrecht in einem Strohballen stecken blieb. Vanessa schaffte es und wir freuten uns tierisch, dass eine von uns, das bekanntlich schwerste Hindernis bewältigen konnte. Die restlichen drei aus unserem Team (mich mit eingeschlossen) mussten die Burpees absolvieren, die uns viel Energie kosteten. Was wir zu diesem Zeitpunkt noch nicht wussten, war, dass wir uns die Burpees untereinander hätten aufteilen dürfen. Die Mädls aus dem pinken Team wussten dies hingegen und hatte uns schon wieder überholt.  Die darauffolgende Aufgabe – das Tragen von Eimern voller Kies – gab uns den Rest. Zum Glück folgte bald wieder eine Versorgungsstation, so dass unsere Akkus wieder aufgeladen werden konnten. Wir holten unsere Konkurrenten wieder ein und schlugen uns tapfer durch die nächsten Hindernisse. Wir waren wieder voller Energie und Motivation schnell ins Ziel zu kommen. Leider wurde uns ein Strich durch die Rechnung gemacht, als der erste von uns mit Krämpfen am Boden lag. Mit Hilfe des anderen stand er aber schnell wieder auf und kämpfte sich durch die nächsten Kilometer. Als wir von Zuschauern erfuhren, dass wir nur noch ca. 1 km vom Ziel entfernt seien, konnten wir es kaum glauben. Dann erwischte es den zweiten aus unserem Team, der ebenfalls über Schmerzen in der Wade klagte. Doch dann sahen wir Vanessas Vater mit Kamera in der Hand und uns wurde klar – gleich haben wir es geschafft! Nach dem nächsten Hindernis entdeckte ich auch meine Familie und freute mich riesig, im Zielgelände angekommen zu sein. Hier erfuhren wir auch, dass wir uns die Straf-Burpees für einen Fehlversuch bei der Bewältigung eines Hindernisses teilen durften. So konnten wir einen misslungenen Versuch beim Heraufklettern eines Seils zu viert geradestehen. Kurz vor dem Ziel durften wir uns nochmal so richtig dreckig machen und sprangen und rutschen genüsslich in die Schlammgruben.

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Auf der Zielgeraden liefen wir zu viert über das Feuer und waren überglücklich die Strecke so gut gemeistert zu haben.

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Leider haben wir es nicht vor dem pinken Team geschafft. Aber nächstes Jahr wird das Team Alpajeños vollzählig mit Marlon an den Start gehen und für eine neue Bestzeit sorgen! Wir können es kaum erwarten ☺

Vanessa, Pascal, Lukas, Marlon, Kim

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